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Urlaub.
Irgendwie konnte ich mich an diesem Tag zu nichts Anständigem aufraffen. Also beschloss ich, einfach auf diese etwas faulere Stimme in mir zu hören und mich treiben zu lassen. Es herrschte auch ein eigenartiges Wetter, morgens kühl, beinahe eisig, doch dann folgte eine feuchte Hitze, die doch etwas anstrengend ist. Nicht dass es mich störte, ganz im Gegenteil. Es ist an der Zeit, den Augenblick zu nutzen. Und die Wärme zu genießen. Ich warte noch auf die Nacht, in der die Fleecedecke zu warm sein wird, aber es kann sein, dass ich sie nicht erleben werde.
Natürlich verbrachte ich nicht die ganze Zeit auf dem Platz, das wäre zu langweilig gewesen. Immerhin schaffte ich es in die Stadt, schaute mir dort das rechte Ufer der Ariège an und stellte fest, dass Tarascon hier relativ verödet aussieht. Die Geschäfte sind aufgegeben, wie es aussieht, schon eine ganze Weile. Der Eindruck ist merkwürdig, denn auch im Zentrum habe ich viele Schilder wahrgenommen, die zum Kauf von Wohnungen oder Häusern auffordern. Ich kann mir auch nicht vorstellen, was Menschen hier für ihren Lebensunterhalt machen. Außer dem Tourismus scheint nicht viel zu existieren.
Im Grunde ist das bereits die Zusammenfassung meines Tages.
Als ich den Super U Supermarkt betrat, bekam ich allerdings fast einen Kreislaufkollaps. Die kalte Luft drinnen und die stickig-warme draußen führten dazu, dass mir schummrig wurde. Ich nahm es nicht zu ernst, und nach wenigen Minuten hatte ich mich daran gewöhnt.
Es ist schön, dass es endlich Sommer wird.
So habe ich vielleicht noch einige Tage, an denen ich hier ausspannen kann. Es ist nicht leicht, aber es hilft ungemein, wenn die Sonne scheint.

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