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20.5. Berlin – Nantes

Ich bin wieder unterwegs. Acht Monate sind vergangen seit ich aus Griechenland nach Deutschland zurückgekehrt bin. Acht Monate. D.h. dass meine Reisezeit als Camper nur ca. fünf Monate beträgt, von ca. Ende Mai bis Ende September. Ich fühle mich ein bisschen eingeschränkt, aber letztlich liegt das an mir. Da ich wieder mit Zelt unterwegs bin, muss ich mich an die äußeren Bedingungen halten.

Aber egal. Wichtig ist jetzt meiner Reise. Nach etlichen Jahren bin ich wieder in die Bretagne zurückgekehrt. Mein Flug von Tegel nach Nantes ging gestern sehr spät, um 23 Uhr. Es ist eigenartig, den Tag mit Warten verbracht zu haben. Ein Reise-Tag war es eigentlich nicht, denn eigentlich habe ich nur zu Hause herumgelungert. Ich muss gestehen, dass ich aufgeregt war wie ein Kind vor Weihnachten. Ich habe es dieses Mal etwas anders gemacht, mich kaum auf die Reise selbst vorbereitet. Anders als in den Jahren zuvor habe ich nicht so viel gelesen. Das macht nichts, auf diese Art ist die Überraschung umso größer.

Auch habe ich das erste Mal airbnb ausprobiert. War ziemlich einfach. Das Privatzimmer schien mir angebracht und einfacher als der Campingplatz, zumal dieser in Nantes recht weit vom Flughafen entfernt liegt. Am Ende war es bestimmt günstiger, denn mein Gastgeber hat es sich nicht nehmen lassen, mich vom Flughafen abzuholen. So ein Service. Er hat mich sogar heute Morgen in die Stadt begleitet, einfacher geht es wirklich nicht. So wurde ich zum Bahnhof hofiert. Um ehrlich zu sein, wachte in mir der Teil auf, der so etwas gern allein herausfindet und regelt. Bei zu viel Hilfe haben die kleinen Abenteuer des Lebens doch keinen Wert. Trotzdem war es sehr angenehm. Und ab jetzt kann ich ja nach Herzenslust agieren.

In diesem Augenblick sieht sich im Zug nach Vannes. Mein Französisch ist gut genug, um bequem alles Notwendige zu regeln. Es hat sich wirklich verbessert. Noch habe ich nicht die notwendige Flüssigkeit wie im Englischen, ich bin aber nicht mehr weit davon entfernt. Noch ein Jahr Vokabeln und Grammatik pauken, dann denke ich, wird es gehen. Es braucht viel Zeit, eine Sprache zu lernen. Jetzt genieße ich jedenfalls erst einmal die Zugfahrt. Ich bin gespannt, später mein neues Zelt aufbauen zu können und meine Ausrüstung auszuprobieren. Ich habe investiert. Ganz sicher lohnt sich so etwas.

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