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Torsten Thoms

Viel gibt es nicht zu sagen.

Geboren: im letzten Jahrtausend. 

Meine Eltern mochten mich, also haben sie mich behalten. Sie konnten ja auch noch nicht wissen, wohin sich die Sache entwickelt. 

Nach einigen Jahren setzte die Pubertät ein. Manche sagen, sie hat noch nicht aufgehört. Andere sind sich nicht sicher. Mir ist es egal.

Zum Reisen kam ich relativ spät. Mitschüler waren per Interrail unterwegs, während ich meine Ferien in B. an der S. verbrachte. Fiel mir damals nicht ein, dass ich auch mal wegfahren könnte. Allerdings zog es mich nach der Schule in die Ferne. 

Meine erste Reise brachte mich auf die griechische Insel Paros. Drei Wochen lang. Pauschal.

Ich habe seither nie wieder ein Reisebüro betreten.

Der Schock saß tief, so dass ich in den nächsten Jahren auf Komfort verzichtete und lieber mit Zelt und Rucksack unterwegs war. Italien, Spanien, Griechenland, auch mal Norwegen und natürlich die britischen Inseln. Langsam entwickelte sich so meine Liebe zum Reisen.

Wieder hat es länger gedauert, bis ich eines Tages entschied, dass ich mich etwas verbessern könnte. Meine finanzielle Situation ließ mir damals etwas Spielraum, so dass ich den wohl kleinsten Wohnwagen der Welt, einen Citroen Romahome, über Ebay kaufte. Es war ein Reinfall, das Auto ziemlicher Schrott. Ich liebte ihn. Erst als ich England, meine damalige Wahlheimat, verließ, trennte ich mich schweren Herzens davon.

Meinen nächsten baute ich praktisch selber. Der Ford Transit. Innen hatte er alles, was ich brauchte: Bett, Kochnische – und vor allem ein Schreibtisch und Bücherregale. Und da ich das Weiß außen so langweilig fand und das Auto sowieso schon rostverziert war, habe ich ihn eines Tages einfach angemalt. Seitdem wurde ich auch nicht mehr so oft vom Zoll angehalten, die in dieser alten Kiste immer Wagenladungen voller Schmuggelware vermuteten. So war allen gedient. Ich verlor nicht mehr so viel Zeit mit unnötigen Kontrollen und unsere Freunde und Helfer – respektive Freundinnen und Helferinnen – konnten sich auf die wirklich bösen Buben konzentrieren. Mit der Kiste gondelte ich bis 2013 durch die Lande. Dann 2011 der erste Motorschaden bei Pisa. Ich entschied mich dummerweise für einen gebrauchten Austauschmotor. Der “explodierte” 2013 bei Arles. Seither reise ich umweltfreundlicher, stante pedes oder mit Fahrrad, immer aber mit Zelt. Ist auch schön.

Auf die Idee, das Reisen allerdings mit meiner beruflichen Leidenschaft, dem Schreiben, zu verbinden, kam ich mal wieder sehr, sehr spät. Eigentlich erst jetzt, nach dem ersten Drittel meines Lebens. Aber besser spät als nie. Die Auswüchse meiner Leidenschaften können Sie jetzt also hier nachlesen. Dabei wünsche ich Ihnen vor allem eines: 

Viel Spaß. 

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