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Campingplatz Paemer

Krank, dafür aber richtig. Der Tag sollte eigentlich zum Ausruhen gedacht sein und zur Planung der Griechenlandtour. Doch um zehn Uhr war daran nicht mehr zu denken. Magen-Darm Infektion (wahrscheinlich eher Salmonellenvergiftung) in Verbindung mit hohem Fieber ließen mich nur zwischen Abort und Bett hin- und her wandern. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so krank gewesen zu sein, völlig am Ende, erschöpft von der kleinsten Bewegung und dem winzigsten Gedanken.
Ich könnte jetzt alles im Detail beschreiben, aber tue es nicht, aus Pietätsgründen und denke, jeder kann sich vorstellen, was geschehen ist. Bitter war es schon, denn unter mir murmelte das Meer, es war friedlich und einladend, doch hatte ich kein Auge und kein Ohr dafür, ruhte den ganzen Tag.
Immer wieder hatte ich Fieberträume, die allerdings auch aufschlussreich waren. Ich begab mich in das Land meines Romans, nahm allerdings nicht die Identität von den bisherigen Figuren an, sondern andere, die es zwar geben könnte, aber nicht vorkommen. Ich machte mich mit ihrer Hilfe auf die Suche nach der Heldin des Romans, erkannte auch manche Orte, an denen sie gewesen ist, aber schon lange weiter gezogen war. In meinen Träumen dachte ich darüber nach, wie ich diese Szenen am besten mit in die Handlung aufnehmen und welche Aussagen ich damit verbinden könnte.
Heute, einen Tag später, kann ich diese Frage eindeutig beantworten. Gar nicht. Aber interessant ist es schon, was eine Krankheit mit uns macht. Das erste Mal hatte ich genug vom Reisen, dachte mir, dass 12 Monate auf einmal vielleicht sogar meinen Hunger danach übersteigen. Das ist kein Hirngespinst aufgrund von Fieber, auch wenn ich es als solches abtun könnte. Nein, der Gedanke ist auch heute noch da, einem Tag, an dem es mir bereits marginal besser geht. Ich werde ihn ernst nehmen, zumal ich nichts zu beweisen habe. Es soll Spaß machen, von Anfang bis Ende, und vielleicht täte eine Unterbrechung gut.

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