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Los Canos de Meca

Die Fahrt heute ging schnell, gemessen an der Tatsache, dass ich nur mit ca. 80 KM/h fahre. Das ist bei der Transe die bequemste Reisegeschwindigkeit. Da sie ohnehin recht laut ist, summt sie bei diesem Tempo wie eine fleißige Biene und verhält sich auch sonst recht annehmbar. So also riss ich die 360 Kilometer in ca. 5 Stunden herunter. Garmin lotste mich dabei treffsicher durch den Dschungel in Sevilla, hier rechts, da links halten. Gut so. Neuberechnung im Gang, Idiot. Bitte wenden. Jetzt geradeaus. Man, geradeaus, nicht links. Junge, Junge. Jetzt einfach 100 Kilometer der Straße folgen, das kriegste hin, oder?
Als ich ankam, habe ich natürlich instinktiv den falschen Campingplatz gewählt. Der Richtige lag nur 30 Meter entfernt, hinter der Kurve. Richtig oder falsch ist ja so eine Sache, denn am Ende war der „Falsche“ noch etwas günstiger als der „Richtige“ und hat WLAN, so dass ich einige lange aufgeschobene Recherchen machen kann. Jetzt bin ich also hier in Los Canos de Meca.
Leider schlägt das Wetter langsam um, vorhin war es noch sehr sonnig, jetzt ist es bereits bewölkt. Meinen Strandspaziergang habe ich abgebrochen, weil ich Regen befürchtete und da ich mein Netbook dabei hatte, wollte ich mich beeilen, ins Trockene zu kommen. Doch statt der Abkürzung, die ich nehmen wollte, verlief ich mich in dem Gewirr aus Finkas und kleinen Straßen zwischen Strand und Campingplatz. Als ich das dritte Mal an denselben Pflanzen vorbei gekommen war, begann ich an mir zu zweifeln. Wahrscheinlich litt ich bereits an digitaler Demenz, fand schon ohne elektronische Hilfe keinen Weg mehr. Letztlich sah ich irgendwann doch die Mauer des Campingplatzes.
Der Regen kam übrigens nie. Nur die Wolken und mit ihnen die Kälte…..

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