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Heute Morgen bin ich abgefahren. Es war wie bereits in den vergangenen Tagen nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Die Freude, die ich noch vor einigen Monaten verspürte, hat sich nicht eingestellt. Im Gegenteil, ich war sogar ein wenig grimmig, musste mich zusammenreißen, dass ich Nina meine schlechte Laune nicht spüren ließ. Es war auch keine schöne Nacht, so dass ich am Morgen wie gerädert aufgewacht bin. Dabei fällt es mir schwer, mein Gefühl zu beschreiben. Es liegt wohl irgendwo zwischen Melancholie und Schmerz wegen des Abschieds, den ich von einem Lebensabschnitt nehme, aber auch aus Schuldgefühl, Nina allein zurückzulassen. Was mir immer so leicht fiel, fällt mir im Moment, in dem es wirklich geschieht, gar nicht mehr leicht, sondern ich fühle die Leere, die sie schließlich und unendlich in mir hinterlässt. Dabei ist es eine wirklich perverse Situation, denn der Einzige, der diese herbeigeführt hat, war ich selbst.

Die Fahrt verlief wie gewünscht ereignislos, 700 Kilometer, bis Aachen, wo ich auf einem Rastplatz nächtige. Ich bin so lange gefahren, bis ich zu müde war, die Tankstelle kurz vor der belgischen Grenze bei Aachen schien mir der Ort, an dem ich bleiben sollte.
Morgen werde ich dann über Belgien nach Frankreich fahren und hoffe, dass sich das Gefühl der Freude bald einstellt.

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