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Torsten Thoms

Ein reisender Schriftsteller?
Natürlich.
Wie sonst soll ich auf die Einfälle komme, wie sonst die Charaktere treffen, die ich für meine Romane benötige? Dazu sich immer ändernde Eindrücke von unbekannten Gegenden, die ich gerne als Hintergrund benutze und die auch oft Einfluss auf die Geschichten haben.
Was mir aber besonders wichtig ist: Die Reisen selbst. Ich führe, wenn ich unterwegs bin, akribisch ein Reisejournal. Besonders die persönlichen Eindrücke, die ich empfinde, wenn ich etwas das erste Mal sehe, möchte ich festhalten. Dabei ist es unerlässlich, sich nicht zu sehr vorzubereiten, weil der erste Eindruck auf diese Weise oft bis ins Unkenntliche verwässert wird. Ich neige dazu, dann eher zu beschreiben, was andere gesehen und gedacht haben. Das kann nicht Sinn der Sache sein. Oft fallen mir andere Dinge auf, verzaubern mich Details und lassen mich staunen. Natürlich kann es dann auch vorkommen, dass ich etwas übersehe, das man eigentlich hätte sehen müssen, ein Risiko bei dieser Herangehensweise.
Es gilt also wie immer: die richtige Balance finden zwischen Recherche und glückseligem Unwissen. Zwischen Intellekt und kindlicher Begeisterung. Manchmal gelingt es, manchmal nicht so gut. Interessant jedoch ist es allemal.

Dabei reise ich seit einigen Jahren wieder mit Rucksack und Zelt. Aber zwischenzeitlich war ich auch im selbst ausgebauten Wohnmobil unterwegs, sogar einmal fast elf Monate am Stück.

Meine nächste Reise steht auch schon fest: vier Monate Griechenland mit dem Faltrad – und natürlich Bussen. Sonst strample ich mich ja tot.
Dieses Mal auch mit einer ActionCam, der GoPro 7, so dass ich hoffentlich nicht nur Fotos und Texte vorweisen kann.
Anmerkung: Aus aktuellem Anlass kommt diese Reise natürlich nicht zustande. Aber aufgeschoben ist hoffentlich nicht aufgehoben.

Périgord

Eine fünf-wöchige Radtour mit Zelt in diese einzigartige Region im Westen Frankreichs. Hier siedelten Menschen vor Zehntausenden von Jahren und hinterließen Spuren, die noch heute Künstler inspirieren. Um diese uralte Landschaft sehen zu können, kaufte ich in Bordeaux ein Fahrrad. Und konnte so jeden Ort erreichen, den ich sehen wollte. Die Höhlen von Lascaux, Rocamadour, Sarlat und auch die Gärten von Eyrignac, um nur einige zu nennen.

Bretagne

Eine nostalgische Reise in diese einzigartige Region, sechs Wochen zu Fuß, per Bahn und mit Bus, samt Rucksack und Zelt. Wenn ich irgendwann einmal zurückblicke, wird diese Reise als Höhepunkt unter vielen großartigen Erlebnissen herausstechen. Denn das schillernde Meer, das ständig andere Farben und Formen annimmt, und die zerklüftete Küstenlandschaft, die rau und lieblich zugleich ist, haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Ein wahres Fest für die Sinne.

Südfrankreich/Pyrenäen

Meine erste Reise seit Langem ohne Wohnmobil. Mit Mitte 40 bin ich also wieder am Ursprung angekommen, mit Zelt und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Uriges Reisen. Doch etwas weniger Bequemlichkeit nahm ich gerne in Kauf, um die Ecke am äußersten Rand Frankreichs zu besuchen. Angefangen in Perpignan, weiter nach Carcassonne und Toulouse, dann in die Berge nach Tarascon-sur-Ariège und der Höhle von Niaux. Es wurde es nie langweilig.

Provence

Die letzte Reise mit einem alternden Wohnmobil, standesgemäß in die Provence.
Schon die Anreise über Lyon war bemerkenswert. Vaison-la-Romaine, Aix-en-Provence, Nizza, dann Apt, Saignon und Fort de Buoux im lieblichen Luberon. Bunte Märkte in alten Städten zogen uns immer wieder an. Der Frühling, am Anfang noch zögerlich, versöhnte uns, nachdem er sich letztlich eingestellt hatte. Wir haben jeden Tag genossen.
Das Ende kam dann allerdings zu plötzlich und mit einem tragischen Abschied. Ein Reise-Lebensabschnitt löste sich in Qualm auf.

Eine Tour in die Alpen.

Manchmal muss man gar nicht weit fahren, um einzigartiges zu erleben. Eine Art Wanderurlaub, der aber auch Urlaub war. Neben den Wanderungen natürlich.
Zeller See, Kramsach, Innsbruck. In Imst blieb ich dann etwas länger, das Panorama war zauberhaft. Bis hoch zur Muttekopfhütte gingen meine Wanderungen.
Trotz eines frühen Wintereinbruchs lohnte sich die Reise, die ich dann in Süddeutschland abrundete.

England

Endlich wieder zurück auf der Insel.
So viele Jahre haben wir hier gelebt. So viele Erinnerungen ziehen uns hierher. Manchmal ein bisschen nostalgisch, aber auch viel Neues. Alte Orte wie Bath, Rye, Sissinghurst, Corfe Castle und Chartwell haben wir gesehen. Und neue, z.B. WestBay oder Petworth House.
Dank des National Trust kamen wir kulturell voll auf unsere Kosten.
Gärten, Manor Houses, einzigartige Landschaften – wir haben es genossen.

Sifnos

Eigentlich hält es mich sonst kaum ein paar Tage am gleichen Ort, doch Sifnos ist anders. Immer wieder kehre ich hierher zurück.
Abseits der Touristenpfade kann ich wandern und reflektieren. Teilweise wochenlang am Stück. Es ist beinahe wie eine zweite Heimat. Zeit also, einmal etwas über diese mysteriöse Insel zu schreiben, die so viel zu bieten hat, wenn man sich die Mühe macht hinzusehen.
Ich habe es dieses Mal etwas anders gemacht, keine Reiseberichte, sondern mehr Informationen zu den Orten selbst veröffentlicht. Ich hätte nie gedacht, dass es in diesem Mikrokosmos so viel zu entdecken gibt. Es zementiert meine These: Beim Reisen ist es besser, sich konzentrieren. Nicht die Masse macht es, sondern die Qualität.

Mittelmeerreise

Fast 11 Monate war ich mit meinem Wohnmobil unterwegs. Es begann in Marokko, wenn ich von der Anfahrt einmal absehe. Spanien, Frankreich, Italien, der Balkan, Griechenland und die Türkei. Im Spätherbst, der im Süden der Türkei eher dem deutschen Sommer entspricht, drehte ich dann um. Den Winter verbrachte ich dann auf Sizilien.
Eine „Once-in-a-lifetime“ Chance, die ich nutzte. Ein Wendepunkt im Leben, denn danach ist nichts mehr so wie vorher. Noch heute zehre ich davon. Und denke gerne zurück an all die europäischen und nordafrikanischen Prunkstücke der Zivilisation und Kunst.

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